Lock, Stock und Two Smoking Barrels Bewertung

Lock, Stock And Two Smoking Barrels ist eine unverwechselbare Krimikapriole, die mit Gewalt und scharfen Dialogen übersät ist. Er ist der neueste Anwärter auf den begehrten Titel „British Reservoir Dogs“, kann aber anscheinend nicht die richtigen Schläge austeilen. Das richtige Verhältnis von Waffen und Knebeln zu finden, ist ein Dilemma, das alle guten Crim-Streifen meistern müssen; dem erstmaligen Regisseur Ritchie gelingt es nicht, die richtige Balance zu finden. Der schwarze Humor ist durchgehend unruhig; An manchen Stellen wirkt es gezwungen, an anderen tun die Darsteller so, als würden sie sich zurückhalten, aus Angst, die Stimmung zu brechen.





Der einzige, der mit dem Stoff vollkommen zufrieden zu sein scheint, ist Flemyng (Rob Roy, Hollow Reed), dessen Rolle als bargeldloser Tom seinem Ruf als einer von Blightys besten jungen Charakterdarstellern keinen Abbruch tut. Derweil schafft es der ehemalige Kinderstar Dexter Fletcher immerhin, den „Where Are They Now?“-Film zu verschieben. Funktion für ein weiteres Jahr. An anderer Stelle hat Ritchie auf Realismus gesetzt und eine bunte Mischung aus einheimischen Jungs (Ex-Häftling Lenny McLean, Ex-Model Jason Stratham, Ex-Crazy-Gang-Rekrut Vinnie Jones) zusammengestellt und er wird mit Auftritten belohnt, die zu gleichen Teilen Authentizität und Dilettantismus sind.

Während sich die Besetzung mannhaft mit dem stilisierten Dialog abmüht, bemüht sich Ritchie darum, seine quälende Handlung in Ordnung zu halten. Seine eigenen Instinkte helfen nicht: Tarantino war ein Videotheken-Freak mit einer Leidenschaft für Filme, während Ritchie ein Musikvideo-Veteran ist, der in die Kamera verliebt ist. Für jede geschickte Berührung erhalten Sie also einen auffälligen Genuss: Einige Szenen wären auf MTV besser zu Hause.

Aber es gibt immer noch Spaß, besonders Jones als Big Chris, den Schuldeneintreiber, zu sehen; Er filmt, was er in den letzten zehn Jahren mit Gegnern auf dem Fußballplatz gemacht hat. Doch erst im letzten Drittel, wenn die disparaten Handlungsstränge endlich zusammenlaufen, bleibt genug Schwung, um sowohl die Spannung als auch den Humor aufrechtzuerhalten.



Eine faszinierende Besetzung wird in diesem hektischen Gangland-Streifen weitgehend verschwendet, der auf kaum mehr als Sound und Wut hinausläuft. Dennoch ist dieser mutige, trotzig erwachsene Film ein weiterer Beweis dafür, dass die britische Filmindustrie in einen Zustand der unhöflichen Gesundheit eintritt.

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